Schlawe.
Mann, von welchem Friedrich der Große sollgesagt haben, daß er zu den vorzüglichsten Glücks--fäüen seiner Regierung diesen rechne, daßLren--kcnhof unter derselben gebohren worden: wieviel sagt dieses so bündig ausgedruckte Lob!Wohl wenige außerhalb Landes werden wissen,daß dieser Oeconom, der jetzt ein Vermögen vonzwey oder drey mal hundert tausend Thaler ha-ben mag, die er seiner Industrie zu danken hat,von seinem Vater mit acht Groschen in die Weltgeschickt worden. Er ward anfangs Page, undhernach Kammerdiener bey dem Fürsten Leo-pold von Anhaltdeffau. In diesem Lande wares, wo er zuerst seine sonderbaren Talente fürdas Finanzwesen und die Landwirthschast mUebung brachte. Jemand, der archangelischenRoggen hatte kommen lassen, ließ ihm eine Vier-telmetzc ab, die er in seinem Garten säete; ererhielt davon einige Metzen, die er nachmals indem Garten sich vervielfältigen ließ. Nach derdritten Aerndte war er schon im Stande ein Feldzu besäen, und bald hernach einen starken Handelmit diesem Getreide zu treiben. Ob er gleichden Scheffel zu l Thl. 8 Gr. anstatt des gewöhn-lichen Preises zu 16 Gr. verkaufte, wurde den-noch beständig eine unglaubliche Menge, auch ausden entferntesten königl. Provinzen, bestellt, undöfters giengen mit dem Postwagen noch ein PaarBeywagen mit solchem Getreide zum Aussäen ab;
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