rzo Schlawe.
Wahn dadurch einen guten Dünger zu erhalten.Doch nicht allein die Bauern, sondern auch man-che Gutsbesitzer hegen diese Meynung; diesesbefremdet mich aber dennoch nicht so sehr ineinem Lande, wo der Ackerbau erst in Aufnahmezu kommen beginnet, als daß diese Methode auchin Schweden und England üblich ist, und voneinem Linne und einem Ralm eher gebilliget,als getadelt worden, wie ich in ihren Reisendurch diese Lander gelesen zu haben glaube.
Zu Schlawe ist in Ansehung der Gebäude gasnichts merkwürdiges zu sehen, nur gefiel mir derMarktplatz, der ein langes Viereck vorstellt, we-gen seiner Größe, feiner Regelmäßigkeit und demguten Verhältniß der Seiten. Es war ebenJahrmarkt; von dem großen Handel mit Lein-wand, der alödenn hicr getrieben wird, war kaumetwas zu bemerken, weil die Verkäufer mit dieserWaare von Haus zu Haus zu den Käufern ge-hen; gleichwohl soll auf einem solchen Jahr-märkte für vierzigtauscnd, nach andern so garfür siebenzigtausend Reichsthalcr Leinwand ver-kauft werden.
Die HauptaLsicht, die uns nach Schla-we gcführct hatte, war den königlichen gehei-men Rath Lrenkcnhof, der sich eben in Geschäff-ten allhicr aufhielte, zu besuchen. Es war mirganz ausnehmend angenehm, diesen berühmtenFinanzier persönlich kennen zu lernen: einen
MaiM/