Band 
Erster Band.
Seite
144
JPEG-Download
 

i44 Reise nach dem Lebasee.

Mal war, daß ich mich so nahe bey der Ostseebefand, so hielt ich es für eine Pflicht, mich langstdem Kanal durch den tiefen Sand bis an dasUfer des Meeres durchzuarbeiten. — Was saheick? die allen Meeren, wenn kein rechter Sturmwütet, gemeinschaftliche langweilige Einförmig-keit. Auf dem Ufer war auch nichts merkwür-diges zu betrachten, ich hob einige nichts bedeu-tende kleine Muscheln aus dem Geschlechte derBreitmuscheln, und einige artige Steine, unterwelchen ein Paar kleine Puddingsteine waren, zumAndenken auf.

Am Ufer des kebasees, nahe bey dem Kanal,waren noch einige Hütten der Arbeiter zu sehen,wie auch ein großes inwendig artig verziertesGczelt, in welchem nach vollendeten Werke, undals zum ersten Mal ein Schiff aus dem Lebaftedurch den Kanal in die Ostsee fuhr, ein großesFestin gehalten wurde.

Ucbrigens wüßte ich nichts sonderlich merk-würdiges, das ich auf dieser kurzen Reise gesehenhatte. Eine kleine Meile von Zipkow bemerkteich die obgedachte cassubische Kirche des Dorfes ,Globitz, welche groß und äußerlich ziemlich schön ^ist, und etwas weiter kamen wir bey dem nicht jzu verachtenden Garten eines Herrn von Syvowvorbey. — Auf den Abend des nämlichen Tages,aber spät, hatten wir das Vergnügen, uns wiederbey unserm zipkowischenKaminftuer zu erwärmen.