Band 
Erster Band.
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Aufenthalt in Danzig.

mein lebhaft und schön; die Zeichnung aber sehrfehlerhaft; die Figuren sind alle, oder meist allein die Lange gestreckt, als wenn sie gefoltert wür-den ; bey einem Mährchen, das der, welcher mirdieses Gemälde wieß, davon erzählet, halte ichmich nicht auf: er sagte, zween Bruder hattenan demselben gearbeitet, der eine habe den an-dern umgebracht und s. w.

Die Kirche ist ein großes edles Gebäude, vongothischer Bäuart, welches in neuern Zeiten inn-wcndig ausgenialet worden, so, daß der Anblick !hell und angenehm ist. Ich bemerkte am Ein- ,gange, gegen Abend eine zierliche Bcgrabnißka- 'pelle, in welcher mir die Freskomalerei) an derMauer sehr wohl gefiel, und von einer gro-ßen Monier zu seyn schien; ich erfuhr hernach,daß sie von Gtöch, einem der besten ehemaligendanzigcr Maler herrühret. Ucbrigens werden ;auch in dieser Kirche eine Menge altes Schnitz-werk, das von den katholischen Zeiten abstam-met, und zum Theil hinter verschlossenen Thürenverwahret wird, gewiesen; allein es ist bey denmchresten, wenn ich etwa die neuere Kanzel aus-nchme, die Zeit verlohrcn sich dabey aufzuhalten.

In der Kirche der Dominicanermönche,der ältesten in der Stadt, die ich, wie jenenachher noch mehr als einmal in müßigen Vier-telstunden besucht habe, ist wenig sehcnswerthes;allein so viele Zierrathen, Malereyen, Bildhauer-

arbeit