r§4 Gelehrte Nachrichten.
In dem Landhause sahe ich eine Menge Ge-mälde, unter welchen sich einige recht gut aus-zeichneten; als ein Seesiück, deren viele hier sind:die -Porträte einiger Reformatoren von den be-sten Malern ihres Zeitalters; ein Porträt ausRembranvts Schule u.s.w. noch war eines vondem russischen Monarchen, Perer III. vorhanden,das sehr ähnlich seyn soll, und in welchem ichauch so gleich die Physiognomonie erkannte, die indes Krcanr lle kksclaillss cis l'Lmpirs
6s Kassie, mit dem Profil unseres Königes, aufeiner und derselben Medaille einen so auffallen-den Kontrast macht.
Es war Schade, daß ein starkes gleich nachMittage eingefallenes Gewitter diese Landlust sehrverdarb, indessen konnte es bey freundlichen Ge-sellschaftern, die sonst viele ihrem Stande feh-lende Kenntnisse haben, wie die Herren Rad«und Stadtmkiller an guter Unterhaltung nichtfehlen. Hinmächst so hatten wir noch einen Mannbey uns, dessen große Verdienste und tiefe Ge-lehrsamkeit ich hier zuerst kennen lernte, unddessen Freundschaft mir Zeitlebens schätzbar seynwird. Dieser zugleich so liebenswürdige undnoch junge Gelehrte war Herr D. Joh. per. Ernstvon Schefflcr, welcher eine der größten Zierdender physikalischen Gesellschaft, und Mitglied ver-schiedner anderer gelehrten Gesellschaften ist. Erhat sicy schon durch schöne Abhandlungen von
der