rz 8 Hevelii Lebensbeschreibung.
Als er seine Studien in Danzig absolvirthatte, reisete er nach Frankreich und England,und nach seiner Zurückkchr wendete er beynahealles, was er mit seiner Brauercy gewann, (denndainals wurde das Brauen des Doppelbieresvon den Vornehmsten der Stadt getrieben), aufdie Erbauung einer Sternwarte, und auf die Ver-sorgung derselben mit kostbaren Instrumenten,zum Theil von seiner eigenen Erfindung.. DerSchade», den er durch den Brand nur allein anInstrumenten erlitte, wurde auf 20000 danzi-grr Gulden (5000 Thl.) geschätzt, eine für da-malige Zeit und für einen Mann, der vomDicr-brancn leben mußte, sehr beträchtliche Summe.
-Hevelms war von kleiner Statur: und viel-leicht durch seine» Charakter noch vcrchrungs-würdigcr, als selbst durch seine Wissenschaft;liebreich, gegen Geringere herablassend, dienst-fertig, immer willig andere zu unterrichten, über-aus geduldig, nicht im mindesten zum Zorn ge-neigt ; mit einem Worte, ein wahrer Menschen-freund. Da er das Unglück hatte, daß ihm seinHaus abbrannte, gicng ihm nichts so nahe an dasHerz, als der Verlust der Handschrift seines ?ro-«lronms ^stronomise, der nach seinem Tode ge-druckt worden, und als ihm ein geringer Mensch,den man die besten Mobilien zu retten gebrauchthatte, diese Handschrift, die er auf einem Tischefand, wiederbrachte, war er sogleich über den
Verlust