Band 
Erster Band.
Seite
251
JPEG-Download
 

Oeffentliche Bibliotheken. r 51

^ gefunden hat, welche für diese Gegend recht son-derbar ist. Sie wird in eben diesem Schranktverwahret, die Urne aber, auf deren Deckel siescheint gestanden zu haben, gicng entzwey, dasie ausgegraben wurde, und anstatt derselbenhat man eine neue machen lassen, um dasBild darauf zu stellen. Cs mag sechs bisacht Zoll hoch seyn, und stellt eine Frauens-person vor, die nach römischer Art, oder wiemich dünkt, eher nach hctrurischer Art geklei-det ist. Sie scheint den linken Ellenbogen aufetwas gestützt gehabt zuhaben; zumal da sichauch das Gleichgewicht nicht wohl würde habenerhalten können, und die Hand halt sie gegendas Gesicht wie eine weinende Person. Derandere Arm fehlet, und selbst der erwähnte linkefehlte, als das Bild gefunden wurde, und er isterst 1757 von ungefähr unter der Asche und denGebeinen zum Vorschein gekommen. Daherkommt es, baß in dem zweyten Bande der preu-ssischen Sammlungen, wo mir diese kleine Sta-tüe vorgestellt und beschrieben gewiesen wurde,auf dem Kupferstiche beyde Arme fehlen. AmBilde waren sie mit einem Stifte in dem Hin-terarm angemacht.

In eben diesem Schranke ist auch noch einRunenstab, nebst einigen wenig bedeutenden al-ten zoologischen Naturalien.

Noch