Kunstnachrichten. 265
beitet! Gemälde von ihm bey den Dominikanern;bey St. Brigitta im Artushofe habe ich schonoben bemerkt. Ein schöner Eaah den er gemalthat, ist in der Wollwcbcrgaste bey Hrn-Rochen-buscli zn sehen; schöne Deckenstückc bey demRathsverwandtcn Hrn. Murrens und in mehre-ren Häusern. Er starb 1745, 77 Jahr alt;und hinterließ einen ihm gleich geschätzten Sohn,der acht Jahre in Warschau gearbeitet, aber imJahr 1765 wieder in Danzig war; meincs'Wis-sens ist er nicht mehr amLeben.
Hr. weffcl ist, wie schon gesagt worden, einSchüler von 1 . 2 Z. -Zofman», und gegen 70 Jah-re alt. Andere Maler von vorzüglichem Verdienste,die jetzt in Danzig wären, weiß ich keine zu nen-nen; Nur von einem Porträtmaler, Namens Fa-brieius, werde ich in der Folge etwas sagen.Hingegen, wie dem Liebhaber der Kunstgeschichtesoll bekannt seyn, rühmt sich Danzig als Mut-ter eines ihr entwichenen Sohnes, der insonder-heit, was die Zeichnung und das Genie betrifft,mit Recht unter die berühmtesten Künstlern eineRolle behauptet.
Daniel Lhodowiecki in Berlin, ist 1716 inDanzig gcbohrcn, allein schon seit 174; in Ber-lin. Sein auch in Berlin wohnhafter Bruder, undein geschickter Miniaturmaler, Gottfried Lhodo-wiccki, ist ebenfalls in Danzig 17 r 8 gcbohren.Nachrichten von ihnen findet man in NicolaiR 5 Lescbr.