z6 Marienkirche zu Colberg.
Das Wetter war mir in Colberg gar nichtgünstig; es regnete beynahe ohne Unterlaß; in-dessen besähe ich den ztev August des Morgensdie große Hauptkirche zu St. Marie; die michWirklich in Verwunderung setzte; das Acußerli-che hat zwar nichts Besonderes, und die Kircherührt noch von der gothischen Epoche der Bau-kunst her; allein beym Hereintretcn wird manvon der majestätischen Größe dieser Kirche, dieauf jeder Seite des Schiffes ;rvo Seitenuava-ten und drey Chöre hat, nothwendig überrascht.Man findet in des Archid. Wachsens Geschichtevon Colberg, sowohl den Grundriß, als zweenAufrisse dieser großen Kirche; deren einer sie imProfil vorstellt; auch kann man in diesem Bu-che die Geschichte von folgenden Merkwürdig-keiten lesen:
r. Ein von Erz künstlich und aus einemStücke gegossener ungeheurer Leuchter, derschon im Jahr 1926. in das Chor gesetzt wor-den. Er ruhet auf drey Löwen, auch vonCrz, die auf einem 2^ Fuß hoch gemauertenPostement stehen, und an demselben sind kleineStatüen der Apostel, künstliches Laubwerk unddas Wapen des Donators Gottsr. de wiva,Decanus des colb. Domkapitels angebracht.Dieser Leuchter hatte sechs Arme, wovon abereine Bombe drey weggeschlagen hat.
r. Der