Band 
Sechster Band.
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Mitau.

einem allzu großen und prächtigen Plan ange-legte Schloß, das mit dem kaiserl. Winterpal-last zu St. Petersburg viel Aehnlichkeit hat,vollenden. —>- Er wird auch eine schöne Be-grabnißkapelle erbauen lassen, um dievonwra--xall und andern schon angeführte Sarge derkurlandischen Fürsten in derselben beyzusetzen:ich habe diese Sarge nicht gesehen; sie sollennoch ohne Ordnung in einer schlechten Gruftstehen, und mit einem schwarzen mit Gold undSilber gestickten Sammet bedeckt seyn.

Als die Tour im Schlosse und auch die Par-they auf dem Billard zu Ende war, unterredc-ten sich noch beyde Durchlauchten eine gerat!»nie Zeit sehr gnädig mit mir; die alte Herzoginsprach nur deutsch, aber ziemlich viel, verstän-dig und herablassend. — Ihr regierender Sohnsoll ihr in allen Stücken viel kindliche Ehrfurchtbezeugen.

Der Herzog hatte zugleich die Gewogenheit,mich für den Abend auf ein Concert zu inviti-ren, und demnach kam ich nach ein Paar Stun-den mit Herrn Ferber wieder aufs Schloß, undhatte das Vergnügen, die zwar kleine, alleinsehr auserlesene herzogliche Kapelle zu hören.Sie besteht aus i; bis 20 Personen, und dieZierde derselben ist ohnstreitig der vortreflicheVilionist, Adam veickmcr, ein Schüler Ün-ftks Benda, und der schon, wie dieser, unter