Band 
Sechster Band.
Seite
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Mad. Zerniß. 9-

Ferner liegt zwischen dem Garten und derWeichsel das große königliche Schloß U>a.';dow,das aber nicht vollendet, und an welchem derGeschmack der Bauart nicht zu rühmen ist; auchvon dem Könige nie bewohnt wird. — Nachbeyden königlichen Landsitzen führt eine langeund schöne Baumallee.

Den Abend paffirtcn wir in dem Hauptge-bände des Kadettenhofes bey dem Herrn Zernitz,dessen Ehegattin eben die schon erwähnte großeTonkünstlerin ist. Sie sind beyde ausDresden,wo das Andenken der witzigen und liebenswür-digen Leonora Deellng noch nicht kann erlo-schen seyn. Herr Decling, ihr Vater, der sichdort etablirte, war eines englischen Handels-manns Sohn, aus einer sehr vornehmen Fa-milie, und hielt in Dresden eines der bestenHäuser, welches der guten Gesellschaft wegenvon den angesehensten einheimischen und aus-ländischen Personen fleißig besucht wurde.Rabner, der einer der speciellsten Freunde desHauses war, unterschied sehr bald die vorzügli-chen Verdienste der ältesten Tochter Leonora,und brachte sie dahin, einen regelmäßigen Brief-wechsel mit »hm, als mit einer Schwester, de-ren Namen Lärchen er annahm, zu führen:daraus entstund der bekannte artige Roman,der unter dem Titel, Briefe von Babel undEhamas, in Rgbners Werken steht. Alle Vrie-G 2 ft