Der König. 115
aufgestellt ist, und aus etwa 5000 Banden be-sieht, aber ohne in Absicht auf die Ordnungund der Zierlichkeit gut ins Auge zu fallen. Siebezieht sich meist auf alle Wissenschaften, indemder König auch in allen Kenntnisse hat und Lieb-haber ist. Hier sind aber gar keine Werke mitKupferstichen (als etwa die geringern); diesefindet man in der Kupferstichsammlung, welcheunter des Grafen August Mostinskp Aufsichtsteht, und die weiter unten vorkommt. — Ausden gedachten Zimmern hat man übrigens eineprächtige Aussicht über die Weichsel und dieumliegende Gegend, und gerade unter denselbensind des Königs Wohnzimmer.
Nachdem sich der vortrefliche General mitpreussischer Pünktlichkeit kirrgefunden hatte, ver-weilten wir über eine Stunde mit vielen Hofleu-tcn in einem Saale neben des Königs Kabinette,w.eil Se. Maj. mit einem Ausschuß des Conseilpermanent noch Geschaffte hatte. Dieser Saal,in welchem der König sich auch des Morgensankleidet, ist mit vielen schönen Gemälden be-hängen: als 2 große theuer bezahlte Seestückevon Vcrner; r große und 4 kleinere Landschaf-ten von unserm Philipp Hackern; gute Portrai-te von oder nach Rembrandt und Holdem;ganze Figuren, auch sehr schön, nach Rubensu. a. m. Ich wurde mit verschiedenen Großenbekannt, deren Namen aber für mein Gedacht-H r niß