ri6 Der König.
ruß zu sarmatisch klangen; und wenn der wür-dige Bischof von Posen und Warschau Mio-dsteiowski nicht Großkanzler wäre, so würdeauch dieser Name nicht hier stehen *).
Nachdem alle Geschaffte vorbey waren, ließuns der König zu sich rufen, und gab mir übereine Viertelstunde eine sehr gnädige Audienz;hier wäre also der Ort sehr schicklich, diesespreiswürdigen Monarchen unbeschreibliche Her-ablassung und Freundlichkeit, schöne und aus-drucksvolle Gestalt, ausgebreitete Kenntnisseund mannichfaltige gute Eigenschaften zu rüh-men; allein je erhabner die Personen sind, vonwelchen ich zu reden habe, je mehr fürchte ichden Vorwurf der Schmeichele!), und so großdie Ueberwindung ist, die es kostet, von einemso weisen und verehrungswürdigen Fürsten nichtnach Verdienst zu reden, so muß ich mich dochentschließen, darüber abzubrechen; ohnehin sa-gen die vielen schönen Thaten und Anstalten desSramslas Augusts, und der Flor, in welchemer seine Residenz und sein Königreich unter denschlimmsten Hindernissen schon gesetzt hat, mehr
zu
*) Durch welche Ehrenstelien dieser geistliche Staats-mann zu einer zu hohenWürde gelangt, sieht manin lrnorclö klxcerpr. l.irr. ziolon. Ein von Stöl-zel „ach Marreau gestochenes Portrait deSGroß-kanziers ist seit kurzem in der grvllischen Buch-handlung zu Warschau und Dresden für >6 Gr.I» haben.