rrr
Graf von Stackelberg.
Graf von Stackelberg—Gemälde.
— Fürst Woiwode von Rußland.
Den l sten Octobcc. Nachdem ich einen gu-ten Theil des Morgens bey Herrn Dubois zu-gebracht/ und seine wichtigen Handschriften undAuszüge über Polen durchgesehen hatte, machteich dem rußischkaiserl. Großbothschaftcr, Gra-fen von Stackelberg, meine Aufwartung; ichwar diesem in seinem Posten so großen Herrnvon dem kaiserl. Kammerherrn vonDomaschncvempfohlen, und er empfieng mich so höflich, sag-te mir so viel Verbindliches, daß ich mich einesgehegten Vorurtheiks und der Furcht, von ihmmit einigem Stolz empfangen zu werden, inner-lich schämen mußte. Dieser Herr, dessen Ver-dienste ihn seitdem zum kaiserlichen Geheimderatherhoben haben, ist von mittlerer Größe, ziemlichfett, und von sehr schönen Gesichtszügen, auswelchen Verstand und Güte hervorleuchten *).Er behauptet den Einfluß, und macht die Hon-neurs seines mächtigen Hofes mit vieler Pracht,und hat eine große Suite; sein LegationsrathHerr von Sonnenfels, an den ich auch Briefehatte, scheint ein sehr feiner Mann zu seyn.
Der
*) Es soll jetzt in der gröllschen Buchhandlung einPortrait des Grafen für iü Gr. zu haben seyn,welches Rasp nach Marteau gestochen hat-