Willanov.'
»75
Mokatov vorbey. Vor der Stadt, auch jen-seits Ujazdov, sind in die Kreutz und in dieQueer schöne vorn jetzigen Könige gepflanzteAlleen; von Mokatov werde ich ein andres Malreden. In Willanov kömmt man durch einelange gerade schon alte Weidenallce an. DasDorf ist gebarrct und reinlich Das Schloßist von dem großen König Joh- Sobicsky er-bauet worden, und er ist 1696 hier gestorben.Es schließt an den Hauptseiten mir zween Flü-geln einen großen Hof ein; ist entsetzlich mitWandpfeilern, hohen Attikcn, schlechten Sta-tuen, Büsten, und Basreliefs überladen, hataber an den Gartenseiten ein Paar gute Säulcn-gange, hingegen wiederum viele sich auf die Fa-bel beziehende schlechte Fresco Malercyen. In
dem
*) WaSHr. von Larosi in seiner l.icbk,Ar2pbie llslvllorin von diesem Orte schreibt, verdienethier in einer Anmerkung verdeuscht zu werden. —„Willanow, ein prächtiges Landhaus des Für-sten Woiwoden von Rußland, eine Meile von derStadt. Dieser Herr hatte dabey ein großes Moorangetroffen: dieses hat er vermittelst der Grabenzum Ablaufe des Wassers in die schönsten Wiesenverwandelt. Ueberhaupc kann man ohne Schmei-chelei) sagen, daß dieser Fürst einer der besten Land-wirthe in Polen sey. Auch zeichnen sich seineGüter durch die darinn herrschende Ordnung undReinlichkeit, so wie durch das Wohlhaben der Ko-lonisten besonders aus, und wenn man aus Rci-' sen in den Provinzen schöne Dörfer antrifft, so istder erste Gedanke alle Mal: das gehört dem FürstWoiwoden von Rußland.