18 8 Eröffnung des Reichstages.
«ion gehaltenen Reichstages sollen das Wortführen, oder weil dieser todt sey, (es war schonlange kein Reichstag ohne Conföderation gehal-ten worden) der erste Landbote. Darüber erhob sichvon allen Seiten ein fürchterliches und lächerli-ches Geschnatter,und wie man mir sagte, so warensie auf des Marschalls Seite, dessen Geduldso wie sein männliches mit der glücklichstenPhysiognomonie verbundenes Betragen mich sehrfür ihn einnahm. Also gicng der Sturm, nach-dem Rxzuzkr einige Mal s Is ebsrZs gekommenwar, vorüber, und der Marschall hielt seine Re-de; so bald aber diese zu Ende war, fiengRr;u;ki von neuem an, und das Geschnatterauch wiederum. Zugleich aber wurde allen nichtzur Versammlung gehörenden bedeutet, sich wegzu begeben, weil nun zur Wahl eines Mar-fchalls sollte geschritten werden, und man dießMal, wie auch sonst öfters geschieht, keineFremden haben wollte. Wir ließen uns allegerne fortweiscn, weil es bereits halb z war,und ein jeder nach der Suppe verlangte. Wasmich anlangte, so speisete ich in guter Gesell-schaft angesehener Fremden bey dem dänischenGesandten, Herrn von Beceusch, und lernettunter andern den königl. Kammerherrn undMünzdirektor, Grafen von Unruh, kennen.
Diesen Abend hätte ich auch noch sollen einerBeerdigung beywohnen. Herr Baron von Der-
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