Eröffnung des Reichstages. 187
Grafen von Seackelberg, welcher hinter einembreiten Brett, das gegen den Saal eine Ver-zierung vorstellte, incognito ein Zuschauer seynwollte. — Die Danke in dem Saale selbst sindnur von grau übermaltem Holz und nicht über-zogen. Es wahrte eine Weile, ehe etwas ange-fangen wurde, nur daß sich die Landboten nachund nach cinfanden. Sie haben jeder die Uni-form seiner Landschaft und halten sich beysam-men; sind aber nach Belieben polnisch oderfranzösisch gekleidet. Unter die Landboten mi-schen sich auch andere Edelleute der Nation,aber nur als Zuschauer. Endlich erschien HerrMocronowski, der Marschall des vorigenReichstages: zuerst stellte er eine Revision derLandboten an, und brachte sie in eine bessereOrdnung. Dieses dauerte wohl eine kleineStunde; als er hernach seinen Platz auf einemTabouret am Anfang des Saales einnahm,seine Rede zu halten, und um das Stillschwei-gen aufzulegen seinen langen Stab (von schlech-tem weißen Holze) aufhob, und drey Mal aufdie Erde schlug, trat einer von den Landbotenaus Volhynicn, der Generaladjutant Rr;uckyauf, und behauptete, der Marfchallsstab kommediesem abtretenden Marfchall, nach der Consti-tution, nicht zu, weil der letzte Reichstag unterLonfäderation gewesen war, und überhaupthätte der Marschall des zuletzt ohne Lonföverar