Band 
Sechster Band.
Seite
268
JPEG-Download
 

r 6 8 Erste evangelische Kirche.

sie und Bemühungen sehr verpflichtet erkennet.Diese Kirche war, obschon der Bau nur seit demFrühjahr 1777 angefangen worden, bereits soweit aufgeführet, daß ich ohne Anstand davonsagen kann, eines der edelsten gottesdiensilichenGebäude gesehen zu haben, und dessen Erfin-düng dem geschickten Baumeister, Herrn Zuck,ungcmein zum Ruhme gereicht. Cs ist eine Ro-tunde, wie das römische Pantheon, kömmt aberin Ansehung der Erleuchtung, als welche nichtvon oben geschieht, mit der im gleichen edlenGeschmack erbauten katholischen Kirche zu Ber-lin überein. Die Verzierung des Eingangs istfreylich keine Halle des Agrippa, so wenig alsan der berliner Kirche, und das würde man derGemeinde auch sehr verdacht haben, (welche,wenn sie nicht noch ferner von mildthätigenGönnern unterstützt wird, den Bau in langerZeit nicht wird vollführen können) aber schönund geschmackvoll ist er allerdings: vier dori-sche Säulen tragen ein reiches Karnies unddreyeckiges Fronton, deren Verhältnisse uuta-delhaft sind; welches auch auf der weiter obenbeschriebenen diese Kirche betreffenden Medaillein die Augen fallt; der darauf von Hrn. Holz-häuser hoch und vortrefflich vorgestellte Aufrißder Kirche ist so schön und getreu, daß er einenviel deutlicheren Begriff davon giebt, als sichdurch eine Beschreibung thun laßt.

In