r8r Gelehrtengeschichte.
In die neuere Gslehrtengeschichte Polenskann ich mich jetzt auch nicht mehr einlassen,ob sie es schon sehr verdiente, ja es Ware wohlder Mühe werth, die altere Gelchrtengeschichtedieses Landes ein wenig aufzuwärmen und be-kannter zu machen; denn man scheint gar zusehr vergessen zu haben, wie verdient sich Polenin den letztem verflossenen Jahrhunderten umdie Wissenschaften gemacht habe, und zu einerZeit, wo es in mehr als in einem Lande, dassich jetzt sehr viel dünkt, noch ganz finster auchsah. Die sogenannte Barbarey, die mancheihnen so gewaltig aufmutzten, wie lange hat siedenn gewahret? in Wahrheit wenig über einhalbes Jahrhundert, nämlich das letzte Vierteldes vorigen und etwas über das erste des jetzi-gen Jahrhunderts. Daß es in dem XVten,XVlten und X VHten Seculo unzählige verdienteMänner, besonders in der Kirchen-Staats -und Gelchrtengeschichte und in den Schulwis-scnschaften, ingleichen eine Menge geistreicherDichter in Polen gegeben hat, zeigen schon hin-länglich die ziemliche Anzahl der Bücher, inwelchen man sich bemühet hat, alle diese Schrift-steller zu verzeichnen, und ihre Arbeiten anzuzei-gen,
stellen wollten, zu sagen pflegten: er ist so frommund ehrlich als der Pater Rraker. S. Ja-nozkiLepic. itztlrb. Gel. I. Th. 8> S.