gemachten Probe erfuhr. Eine gleiche Art Erde vonblaulichter Farbe findet sich nahe bey Pampeloiia, sie»st aber härter; und auf dem gegenüber liegenden Hü«gel ist sie so hart, daß sie den Namen eines Steins ver-dient. Sie liegt, wie jene, in schrägen Schichten.Und dieß alles ist ein deutlicher Beweis von der Auflö-sung der Felsen.
Wie ich von Pampelona abreisete, kam ich durchein offnes, etwas unebnes Land, auf driktehalb Meilenlang, zu dem gegenüber liegenden Berge. Bis dahinwar der Boden voller runden Steine. Wenn man denBerg passirt ist, so trifft man ein bebauetes, aber dochsehr vermischtes Erdreich an. Es giebt Berge vonkalkartigen Felsen, die so kahl sind, daß man nichts alsMausdorn, dessen Früchte an den Enden der Blätterhervorkommen, einige Eichen, Wachholder und Laven-del siehet. Drittehalb Meilen von diesem Berge liegtTafalla. Um dahin zu gelangen, geht man durch einThal, welches voller kalkartigen Kiesel ist. Von Ta,falls passirt man über eine große Ebne, die mit Stei-nen und aromatischen Pflanzen, als Rosmarin, Laven-del u. s. w., bedeckt ist, und sich auf fünf Meilen bisLaparroso erstreckt. Diese Ebne kann in vier Theilezertheilt werden. Der erste, wenn man von Tafallakömmt, besteht aus Oclbäumen; der zweyte aus Wein-bergen; der dritte aus Kornfeldern, und der vierte istöde, außer daß nahe bey Laparroso einige Oelbäumeund Kornfelder sind, wo ein Hügel die Ebne durch,schneidet, und dann und wann der runde purpursarbigteStein sich wieder wie in Frankreich zeigt.
Von Eaparroso gieng ich über einen hohen Hü-gel, wo ein Bergmann leicht die Lager gypsartigerSteine, die nur einen bis zwey Zoll dick sind, für Se-lenitadern halten möchte; aber man grabe so tief manwolle, so wird man nichts als Gypsstein finden, wel-