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von der Nahrung, die es allmählich an sich zieht. Die-ser Stand der Ruhe scheint die neugierigen Beobachterhintergangen zu haben, weil es alsdenn dem Auswuchsder Rinde gleicht. Wahrend dieses Zeitpunkts seinesWachsthums ist es mit einer Wolle (clovu) bedeckt, diesich wie ein Netz über seinen ganzen Körper erstreckt,und an der Rinde anhangt. Seine Gestalt ist gewölbt,rund, und wie ein kleiner Floh. Da, wo es von die-sem weichen Gewand nicht ganz verdeckt wird, siehtman einige helle goldfarbne Flecken und Streife, dieüber den Körper von einer Seite zur andern laufen.
Um den zweyten Zeitpunkt, im April, ist es völligausgewachsen; nun ist es rund, und so groß als eineErbse. Es hat mehr Starke erlangt, und die Wollehat sich in Staub verwandelt; es scheint nichts, alseine Hülse oder Kapsel, voll eines röthlichten Saftes,einem verfärbten Blut nicht ungleich, zu seyn.
- Sein dritter Zeitpunkt ist um das Ende des May,ein wenig früher oder später, nach der Wärme der Luft.Die Hülfe ist voll kleiner Eyer, noch kleiner als Mohn-saamen. Diese sitzen in gehöriger Ordnung unter demBauch des InfectS, und werden allmählich in das Nestvon Wolle gelegt, das seinen Körper bedeckt, den es nachMaaßgabe der Zahl der Euer zurücklegt. Wenn die-ses Werk vollendet ist, so stirbt es bald, doch bleibt eSNoch in feiner Stellung, und leistet seiner Nachkommen-schaft^fernere Dienste, indem es sie vor der unfreundli-chen Witterung oder den feindseligen Angriffen eineSFeindes beschützet. In einer guten Iahrszeit vermeh-ren sie sich ungemein, und haben igoo bis 2020 Eyer,welche dieselbige Anzahl von Thierchen hervorbringen.Die Alten wußten, daß es Insecten waren, denn ^)li-mus spricht: Lvccum ilici» celerrime IN vermiculumle muran;, ^.24. 8ecr. 4. Wenn man sie im Juliusoder August durch ein Microscop beobachtet, so findet' man.