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Fünfter Brief.
^ Von den Merinoschafen.
<^ie spanische Wolle macht einen beträchtlichenHandlungszweig von England mit jenem Rei-che au«. Man hak sogar gesagt, daß ihre Freyheit ur-sprünglich einigen englischen, von Heinrich dem zwey.ten, oder, wie andere wollen, von Eduard dem vier-ten, 1465 nach Spanien gesandten Schafen zuzu-schreiben sey. Aber, ohne uns in fruchtlose Untersuchun-gen einer so alten und so wenig wichtigen Begebenheiteinzulassen, will ich nur bey den merkwürdigen Scha-sen stehen bleiben, welche den Namen Lgnscio /VIerjnoe,die Merinoheerden, führen, und den beständigen Ge-brauch, diese zahlreichen Triften von den nördlichen nachden südlichen Provinzen zu versehen, welchem sie die be-sonders feine Eigenschaft der Wolle zueignen, die sichdurch ganz Europa so berühmt gemacht hat, beschrei-ben *).
In Spanien giebt es zwey Arten Schafe. Einigehaben eine grobe Wolle, und kommen nie aus der Pro-vinz,
perimenn krom rvdicd 15 also üeünAsck rde relsrion orlde irurisl velocrr^ ro rlie rveiZlit ok rbe kiior 2 .>6 grwn-rir^ vk povllar. 8/ (Karies Kurron. Sie findet sich inden?liilos 1'ran5L<5tion8 tor 1778- Vol. 68-*) Diese Nachricht von den spanischen Schafen erschien indem 6enr>emsn'8 dlsgarine 1764 und in andern Schriftten. Da ich aber vernommen habe, daß sie sich von Hrn.Bowle« herschreibt» so habe ich das Wesentliche seinerAbhandlung hier eingerückt, welches ich, um ilnn alsTerfasser Gerechtigkeit widerfahren ;u lassen, an-eige; je-doch habe ich einige Erläuterungen, die spanische Wollebetreffend, hiMgethan, die er nicht hak.
I. Theil. D