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Estremadura nur 60000 Familien, und jetzt wirddie Anzahl noch geringer gehalten. Nun erwäge mandie Ungleichheit und den Nachtheil, den das Land vonder Mesta hat. Galicieii, wo keine Mesta, und des.sen Größe nur 1600 Quadratmeilen ist, zahlt über eineMillion Einwohner. Dieß sey genug von der Bevölke«rung, dem Leben des Staats, wenn Müßiggang ver-bannt ist und der Fleiß aufgemuntert wird. Was dasVieh anbetrifft, so hat Galizien mehr als Estremasdura. Uftariz sagt: es gehen vier Millionen Schafenach Estremadura. Zn Galizien haben sie keineHeerden von dreyßig, bis vierzigkausend Stück, die nureine Person besitzt, welche zum Ackerbau nichts bey-,tragt. Wer vierzig bis fünfzig Schafe hat, ist einCröfus, aber der ärmste Landmann hak wenigstens fünfund zwanzig Stück Vieh von verschiedener Art. We-nige bemerken, daß in einem Staate sehr viele kleineTheile von weit größerer Wichtigkeit sind, als einigegroße Abtheilungen von einer ungeheuren Anzahl.
Andere Vertheidiger der Mesta erheben den Werthder Wolle, und nennen ihn einen Activhandel; aberUstarrz zeigt uns, daß Ausländer uns nur für die ge-schorne Wolle Pari bezahlen, und bey dem Verkauf ihrerManufakturen einen Gewinn von vier gegen eins haben.Wollten wir mit unsrer Wolle und Seide, davon-wireinen solchen Uebersiuß haben, einen Activhandel trei-ben, so müßten wir sie selbst verarbeiten, und allefremde Einfuhr verbieten.
Der Seidenbau ist dem Ackerbau nicht wie dieMesta nachkheilig. Eine Seidenmanufactur würdeEstremadura vortheilhafter seyn, als alle Heerdender Mesta zusammengenommen. Ustari; rechnet, daßdie Mesta vierzigkausend Menschen beschäftige, die vonNatur zum Ackerbau bestimmt sind; da nun jeder so