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sorgen, weil das Huhn nichts leidet, sondern vielmehrsehr ruhig ist. Ich habe bemerkt, daß das Huhn nachzwölf Stunden schon alles, bis auf die kleinsten Theileder Schale, verdauet hatte, und keine Spur davon,weder in dem Kröpf noch in dem Magen, übrig war.Man weiß, daß das nervichte Verengern dieses Theilsvon dem Willen des Thiers in seinem Leben abhängt,und die ausdehnende Kraft seiner Fibern noch nach sei.nem Tode bleibt. Es ist sonderbar, daß das welscheHuhn in dem Magen keine Höhlung hat, die eine ganzeNuß enthalten könnte; daraus erhellet, daß sein Ma.gen die Verdauung zwar vollenden, aber nicht anfan-gen könne. Ich habe überdem verschiedene dieser Thierezu verschiedenen Zeiten abgeschlachtet, und einige kurzdarauf, nachdem ich sie Nüsse hatte verschlucken lassen,und nie habe ich die geringste Spur von Nüssen gefun-den. Ich mache daraus den Schluß, daß diejenigen»n einem großen Irrthum schweben, welche das Werkder Verdauung durch eine Zerreibung der Speisen imMagen erklären, weil diese Behauptung nicht den ge-ringsten Grund hak. Vergebens ist es, anzuführen,daß gewisse Thiere Knochen verdauen, und Kupfer sichin dem Magen eines Straußen auflöset. Ich weißzuverläßig, daß diese- ohne Reiben (rrirui-grion) durcheine bloße Auflösung geschehen kann, so wie man dieseund andre noch viel härtere Materien sich durch denDunst des Wassers in einem verschlossenen und heißenGefäße, als in der papinianischen Kochmaschine, auf-lösen kann.
Vielleicht halten einige diese Digression für unge.reimt, und erklären es für lächerlich, daß man sich da-bey aufhält, wie ein welsches Huhn Nüsse verdauet.Aber dem Auge des Naturkündigers ist nichts von demallen verächtlich, und vielleicht findet er etwas darinn,eine nützliche Anwendung auf den Magen des Men-schen