^kndet, ohne Vermischung zu schmelzen. Eben so istes mit den verschiedenen Arten Agathen, Karniolenund Bergkrystallen, die sich allein in wahren Kalk ver-wandeln. Diese Steine schmelzen sehr gut, wenn mansie mit dem feuerbeständigen Laugensalz, der Barilleoder mir Bley vermischt, welches von allen Metallendasjenige ist, das am geschwindesten schmilzt und sichverglaset. Die Engländer, welche die Eigenschaft desBleyes, sich in Glas zu verwandeln, und, so zu reden,den Kiesel in seiner Vergasung mit sich fortzureißen,aus dem Grunde studirt haben, bedienen sich dieser bey-den Materien zu den Grundtheilen ihrer Krystalle, wä-che ohnstreitig die schönsten in ganz Europa sind.Daher nennen sie auch diese Krystalle llinr-gl.ilr, dasist, Kieselglas, weil sie wirklich anstatt des SandesKiesel dazu gebrauchen.
Wenn der Diamant und der Bergkrystall vollkom-men seyn sollen, so müssen sie so rein als Wasscrtropfenseyn. In Spanien giebt es zweyerley Arten Berg-krystall. Einige, welche gruppirt und durchsichtig sind,haben sechs Seiten. Diese findet man allemal in der»Felsen, und es giebt davon ungemein viel in dem Reich»In Madrid findet man sie in den Gegenden von St»Isidor. Die andere Art Krystalle findet sich los, wieKiesel oder runde Steine. Ich habe von diesen Kry-stallen von einer Nuß bis einer Faust groß gesehen. ESgiebt darunter welche, die mit einer dünnen und un-durchsichtigen Rinde umgeben sind. Von diesen lehternfindet man viele in dem Bette des Flusses bey Skrasoburg; die Naturforscher nennen sie Rhrinkiesel. Indem Fluß -Henares ist eine eben so große Anzahl diesigKiesel als im theilt, und bey dem Uebergang überdiesen Fluß zu Sr. Fernand, zwey Meilen von Ma*drid, findet man solche, die viermal größer als diegrößten Kiesel zu Srrasburg sind. Das Sonder-barste,