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tzerstand finden« Solchergestalt werden die Ebnen vonaller Feuchtigkeit entblößt, und alle diese Beschwerlich,feiten sind der groben Unwissenheit der Ackerleute, undderer, die eine so irrige Meynung vertheidigen, zuzu-schreiben« Traurig ist e6, daß ihre Grundsätze, di«alle Vegetation verderben, die Oberhand haben.
Das Klima von Madrid ist der Fortpflanzungder Baume nicht entgegen; dieses kann man aus denöffentlichen Spatziergängen und aus den neuen Verbessserunge» und Pflanzungen abnehmen. Es ist auchnicht immer so kahl an Bäumen gewesen, als es gegen,wärtig ist, vielmehr waren seine Holzungen ehemalsberühmt. Die alten Geschichtschreiber reden besondersvon den Wäldern und ihrer vortheilhaften Lage für dirwilden Thiere, wie aus dem von dem König Alphon-sus dem letztem geschriebenen Buche von der Jägereyerhellet, in welchem der König die Gegend um Ma-drid wegen ihrer schattichten Lage und großen Gehöl.ze erhebt, die so geschickt zur Hirsch- und wildenSchweinsjagd, ja sogar zur Bärenjagd waren *)«
F Z Hier.
*) lu'bro ste hlomeiia por 6 . ^rgole äe lVlolina 1582.Dieseü merkwürdige Buch wurde auf besondern Befehldes KönigS Alpbonfus aufgesetzt. Argot« de Molingist nur der Herausgeber. ES ist in drey Büchern abge-theilt, und zum richtigen Verstände der Erdbeschreibungjener Zeiten von Rastilien und Leon sehr dienlich Austerbesondern Anweisungen, Hunde zu bändigen und gehörigabzurichten, findet man eine umständliche Nachricht vonverschiedenen Wäldern und Situationen, die zur Jagd,besonders zur Jagd der wilden Thiere taugen, welche un-ter dem Namen Monterig verstanden wird: alS der Bä-ren, Hirsche, Wölfe und wilden Schweine, deren Jagddas Vergnügen der spanischen Prinzen war, die sich auSder Jagd der kleinen Thiere, alS Rehbo'cke, Füchse, Mar» -der und Hasen, nichts machten. Der jetzige König b<lN»siigt sich mit der WolfS- und wilden Katzenjagd,