Bergleute edle Adern nennen. Ich sollte nun noch an.zeigen, welches Metall diese Mine enthalt: aber da ichzu der Untersuchung weder Zeit noch Mittel'gehabt, sokann ich nur Muthmaßungen wagen, und nach diesenschließe ich, daß es eine Mine von reinem Golde sey.Wenn man das Gold gewinnen wollte, so würde esam rathsamsten seyn, wenn es durch eine Verquickungmit Quecksilber geschahe, nach dem Gebrauch, der beydem größten Theil der Minen von Peru und Neü-spanten angenommen ist. Wollte man eö durchSchmelzen zu gewinnen suchen, so würde man vol-lends das wenige Holz ausrotten, was noch, seitdemder Hof sich einige Zeit zu St. Ildephonse aufhält,und seit der angelegten Spiegelfabrik auf den Bergenübrig geblieben ist.
Wenn man an der Aben'ofeite aus dem Schloßgeht, um sich nach der Einsiedelei) von St. Barrho»lomäus zu begeben , inglcichen auf eine Meile vonNorden bis Süden, findet man weder Spath noch kalk-artige Erde. Alles ist Felsen, Quarz, rother Granit,und grauer Granit und Sandstein.
Hier sind zwey Ziegelhütten, in denen man einegraue nicht talkartige Erde aus den Gegenden umhergebraucht. Wenn diese-Erde gebacken wird, so wirdsie roth. Daraus werden einige schließen, daß sie Ei-sen enchält. Ich behaupte dieses nicht, denn ich weiß,daß die rothe Farbe nicht immer ein gewisses Kennzei-chen des vorhandenen Eisens sey. Diese Farbe kannfthr gut durch das Phlogiston zum Vorschein kommen,welches das Feuer entdecket, oder durch die Vitriol,säure, daran alle Thonarten einen Ueberfluß haben.Wollte man von dem Daseyn des Eisens vergewissertseyn, so müßte man es durch die Reduktion oder durchden Magnet darthun. Ich habe auf meiner Reise
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