denen wir geredet haben. Einige sagen: sie waren nurim Winter gehärtet, und wenn sie zum letzten mal ausder Schmiede gekommen, so waren sie in dem kalte,sten Wetter mit der größten Geschwindigkeit in der Luftgeschwenkt worden. Andere sagen, sie waren so glü-hend gemacht, bis sie die von den Spaniern so ge-nannte Kirschfarbe erhalten hatten; alsdann waren siezwey Minuten in ein Gefäß mit Oel oder Fett gesteckt,bierauf eben so lange in warmes Wasser getaucht wor«den; und das alles im härtesten Winter. Noch andresagen, sie wären von natürlichem Stahl von Mon-drarion, mit einem Streif von gemeinem Äsen inder Mitte verfertigt, um sie biegsamer zu machen, unddann auf gewöhnliche Weise im Winter gehärtet wor-den. Dieß sind die herrschenden Meynungen von denKlingen von Mondragon, die gewiß vortrefflichstnd; aber die gegenwärtigen Arbeiter zu Mondra.gon oder in andern Gegenden von Guypuscoa ken-nen noch das Geheimniß nicht, Eisen in Stahl zu ver-wandeln , oder ihn gehörig zu härten; sogar in Verfer-tigung von Handwerksgeräthe kommen sie den Engsän.dern bey weitem nicht bey. Es ist sonderbar, daß manbis auf den heutigen Tag in der spanischen Sprache füreinen Marmorbohrer (kicickorn), oder sirr einenSchraubstock (benck vice), kein anderes Wort alsvigorniL hat, welches der lateinische Name der StadtWorcefter ist, die ehemals im Ruf gewesen, daß siediese Geräthe sehr gut verfertigt habe *). Da viele dervornehmsten Arbeiter zu Toledo bey dem Verfall ihresGewerbes die Stadt verließen, und sich in verschiedeneGegenden des Reichs setzten, wo sie den Ruhm ihrerKunst behaupteten, und da sich ihre Klingen seitdem
durch
*) l'ekoro 6e I» lonZu» Lrüellsn» por el l^cenüisäo DonLodiüküm cle Lobrrruvi« Orolcs, dtsäriä rün.