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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
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192
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Das Wild würde häufiger seyn, wenn nicht so vieleZager wären; doch mangelt es an Rebhühnern nicht,und ihre Wachteln find die besten in ganz Spanien.An sumpfigen Oertern giebt wilde Enten, Master-Hühner und Schnepfen. Die Ebnen hegen Hasen, aberkeine Kaninchen, auch weder Rehe noch Rehböcke,welche letztere die Spanier Corzo nennen, weil "sie ur-sprünglich aus Lorstca kommen. So nennen sie einenWindhund Galgo, weil sie die ersten aus Gallienerhalten haben, wie Marrial spricht:

l.eporemczue Irelum Lgllici canix äenre.

l.. III. Lpigr. 47.

In den Wäldern giebt es wilde Schweine, und DonManuel de las Tasas, Minister der Marine zuSc. Sebastian,, tödtete in den Encarraciones *)einen sehr großen luchs (lupus cervarius), aber Wölfegiebt es selten, weil es wenig Schafe giebt, sie anzu-locken, und das Land so volkreich ist, daher sie gleichentdeckt und getödtet werden. Kaum sieht man in hun-dert Jahren einmal einen Bär, ob sie gleich in denGebirgen von Leon und Asturien, die mit denen vomBiscaya eine Kette ausmachen ,, sehr gemein sind.Aber Wüchse haben sie die Menge-, zum größten Verdrußder Weiber, denen sie die Hühner stesscn.

Ihre Seehäfen sind mit Fischen gut versehen, undalle Gattungen sind besser und fester, als die in der mit-telländischen See, und, ohne eine feine Zunge zu ha-ben, kann man einen Befugo »*) von Biscaya von

einem

") I.k>8 encAlkscione? ist der Name, der einer gewissen An-zahl Dörfer in den Gebirgen von Borgos bey Biscayagegeben wird, welche mit den Einwohnern der HerrschaftBlscaya gleicher Rechte und Freyheiten genießen-*») Der französische Uebersetzcr des Bowlcs behalt diesenNamen bey, und in einer Note wird gesagt, daß es ein

deli-