führ in den tiefsten Gangen einer Mine schlafen, weildie Luft hineinbringen und einen freyen Umlauf ha-ben kann.
Diesen günstigen Umstanden haben die Biscayerihre Munterkeit, frische Farbe und Starke zu danke».Hn andern Ländern greift die kleinste Beschwerlichkeitdie Weiber an; hier arbeiten sie als die stärksten Män-ner, entladen die Schiffe, tragen Lasten, und thun alleArbeiten der Träger. Selbst die Missethäter, die zwharter Arbeit in den Minen von Almaden verdammetworden, sind Müßiggänger in Vergleich mit diesenWeibern. Sie gehen barfuß, und mit bloßen Armen.Man kann von ihrer Stärke aus der Kraft ihrer Mus-keln urtheilen. Besonders haben sie eine Stärke indem Halse wie ein Stier; denn sie tragen Laste» aufdem Kopf, wozu zwey Männer erfoderr werden, sieaufzuheben. Das Weib giebt dem Manne, die Schwe-ster dem Bruder an Stärke nichts nach. Wenn sie gut-getrunken haben, gehen sie, wenn sie noch so schwerbeladen sind, hurtig und mit einem festen Schritt. DesAbends nach verrichteter Arbeit gehen sie zu Hause, ohneeine Spur der Müdigkeit, und tanzen noch oft unter-wegs Arm in Arm nach der Trommel (rsbourin) undFlöte.
Nach der Gewohnheit der alten Griechen und Rö-mer unterhakt die Stadt, um das Volk an Feyer- undRuhetagen zu belustigen, eine Art Musik, die aus ei-ner Flöte und kleinen Trommel besteht. Die Flöte haknur vier Löcher, drey oben und eines unten; und dochkönnen sie eine unglaubliche Mannichfaltigkeit von Tö-nen herausbringen. Die Biscayer hängen die Trom-mel über den linken Arm, spielen mit dieser Hand dieFlöte, und schlagen mittlerweile mit der rechten dieTrommel. Ihre Tänze sind' sehr lebhaft, voller Kraftund Behendigkeit, jedoch ohne Stellungen und Uep-I. Theil. O pig-