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ciosa in Portugal!, die ansehnlich und stark warm,weil man sie nicht so grausam behandelt hatte. Mit ei-nem Wort, ein jeder Baum, mit welchem nachher'königlichen Verordnung verfahren wird, kann vieleJahre wachsen und zunehmen, aber er wird nicht zu derKrisis der Zeit zwischen Leben und Tod gelangen. daer in einem Stande der Vollkommenheit seyn sollte.Ich will es einräumen, daß Cedern und Fichten vot?dieser Regel ausgenommen werden können, da ihre in-nern Theile von einer solchen Behandlung keine Gefahrlaufen; denn es ist ein großer Unterschied zwischen-Bäumen, deren Fibern von einem balsamischen und un-verderblichen Oel voll sind, und solchen, die ihre Nah-rung von einem Saft haben, dessen Ueberfluß zur Fäu- -lung abzweckt. Es ist ausgemacht, daß die Wurzeleines Baums zunimmt und wächst, nach Maaßgabewie der Stamm und die Haupkäste einen größer» Zu-'fluß von Nahrung erfodern. E« ist ebenfalls bekannt,daß die Säfte, welche die Wurzel eingesogen hat, jähr-lich von dem Stamme den Zweigen mitgetheilt werden,die dadurch den Blättern, Blumen und Früchten Un-terhalt geben. Dahero nehmen die Maulbeerbäume inValencia, die alle zwei» oder drey Jahre beschnittenwerden, in fünf bis sechs Jahren ab, und die Eich«und Kastanie m Discaya, mit denen um der Holz-kohlen willen eben so verfahren wird, fangen an, jenein zehn, diese in zwanzig Jahren, wenn sie in ihrerbesten Blüthe seyn sollten, abzunehmen. Hingegen dieEichen, die in ihrem natürlichen Zustand»wachsen, nie"verpflanzt noch beschnitten werden, noch sonst eine übleBehandlung erfahren, verfaulen nicht, werden auch.nicht hohl, es wäre denn durch einen besondern Zufall,sondern erreichen ein ehrwürdiges Alter, bis sie endlichnach dem Lauf der Natur absterben.
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