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kommen, erreicht werden; denn ob es gleich gewiß ist,daß ein verpflanzter, beschnittener, mit Dünger wohlversehener Baum gut heranwachsen, und ein schönesAnsehen haben mag, so wird doch solches durch einenübereilten Wachsthum auf Kosten seiner Güte erhal-ten. Die Absicht der Verordnung gieng dahin, denursprünglichen Mangel durch Verpflanzung auf einenBerg zu verringern: aber dieses Mittel ist nicht mach.tig genug, den aus der ersten Pflanzung entstehendenFehler zu verbessern, und was noch schlimmer ist, soträgt ein andres Gesttz noch mehr zu dem Verderben der >Baume bey. Denn es wird verordnet, „daß sie be.„schnitten werden sollen, damit sie desto starker auf«,sschießen, und daß die geraden Bäume, die zu Bal.„ken- oder Knieholz gebraucht werden können, durch,»Beschneidung der Spitzen ihrer vornehmsten Schoß,„linge verbessert werden sollen *). Diese Verordnungbxingt das Gegentheil von dem hervor, was man da.durch zu erreichen suchte, und ist die eigentliche Ursa««he von so vielen hohlen Eichen, die man in Spaniensieht. Daher kömmt es, daß die weißen Maulbcer.'bäume in Valencia und Murcia gemeiniglich hohlsind, da hingegen die schwarzen in Granada fest undgesund sind, weil sie nicht beschnitten werden. Aufdem Wege von Tortosa nach Valencia maß ich dreyungeheure Oelbaume, die ganz hohl waren, kaum eineandre Substanz als die Rinde hatten, und doch Fruchttrugen. Einer derselben hatte ein und vierzig Fuß imUmfang. Ich sahe andre eben so große zu Villavi-
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*) Die Verordnung kautet: ()ue k»s xväsr öe los »rbo,les lon xsra gue crelc»n lsnos: ^ gue los srboles «lersciior, kjue pueöen converrirle en vsor, guiltss^oo.äslles, rieben benokcürle consnäo lss punr» äs i» gn»princix»!.