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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
Entstehung
Seite
220
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zek mit ihren Säften Stamm, Zweige, Blatter unk»Frucht unterhält. Wenn die Zweige behauen werden,so wird der Stamm hohl. Wenn die ersten Blatterabgepflückt werden, so kehrt der Saft zurück und ver-mischt sich mit dem, der den zweyten Schuß treibt.Wenn aber auch dieser weggenommen wird, so tritt derSaft in die Rinde und in das Herz zurück, und derBaum wird eher durch Ueberfluß überladen, als daß!er, wie der Bauer meynt, durch Entkraftung verder-ben sollte.

Was nun aber die Methode des Holzfällens anbe-trifft, so sollte es mit besonderer Aufmerksamkeit ausden Stamm geschehen, so daß eine fernere Ergießungdes Saftes verhindert wird, weil sonst! ein großer Theilder Starke, die der Baum durch denselben, wenn erdick wird, erlangt, verloren geht. Wenn der Baumgefället ist, so sollte er sorgfältig so gelegt werden, daß"die beyden äußersten Enden auf eine Stühe von Holzoder Stein, wenigstens zwey Fuß von der Erde, lie-gen, daß die Luft frey durchstreichen kann. Liegt erauf der Erde, so wird auf der einen Seite die Feuch-tigkekt durchdrkngen, und auf der andern wird er trock-nen. Selbst in dieser erhöheten Lage wird er einiger-maßen leiden; sein eigner Schatten wird eine Verän-derung verursachen; deswegen sollte der Baum zwey«bis dreymal im Jahr umgewendet werden, wovon Herrdu Hamel de Monceau und Herr de Bussoir vor-treffliche Anweisungen gegeben haben, welche Resul-täte philosophischer Beobachtungen und wiederholterVersuche sind *).

Aus

*) Indem wir uns beschäftigen, die Fehler in den flrani.schen Verordnungen aufjusuchen, laßt uns auf einen Au-genblick unsere eignen Dvrurthejle anschauen, und dieauffallenden Unschicklichkeiten in einigen unserer Paria-

ments«