Buch 
Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
Entstehung
Seite
233
JPEG-Download
 

Metalles sind. Diese Stangen Eisen können in einerkleinern Schmiede verdoppelt oder verlängert, auch k^ltals Silber gehämmert werden. Auf diese Art wird derEisenstein in wenig Stunden geschmolzen, dann ausder Schmelzhütte unter den Hammer gebracht undStangen daraus verfertigt, die den Schmieden ver-kauft werden. Vormals wurde das Eisen bloß mit derStärke des Arms aufbereitet, wovon man den Beweisaus den Namen verschiedener Oerter in Biscaya füh-ren kann, die keinen Fluß oder Bach in der Nähe ha-ben , und mit Ola oder Vlea anfangm oder endigen,welches Wort in der biscayischen Sprache Eisenwerke be-deutet, als z. E. Mendiola, das ist: Eisenwerke desGebirges.

Nach dem Augenschein zu urtheilen, giebt ein Quin-tal Eisenerz dreyßig bis fünf und dreyßig Pfund gutesEisen, und folglich über sechzig Pfund Schlacken odertodte Erde. Da die Grube von Somorroftro we-der Schwefel noch Säure enthält, so bedarf man kei-nes Kalksteins, das Erz in Fluß zu bringen, und diebeyden Materien zu verschlucken, die bey dem Bau derGruben, die damit angesteckt sind, die größten Hin-dernisse machen, wie man oft in Frankreich findet.Inzwischen dünkt mich, es würde nicht schlimm seyn,wenn man sich des Flußspaths bediente, weil vielleichtdiese Vermischung einen Theil der todten eisenartigenErde beleben, sie schmelzbar machen, und die Schla-cken vermindern, nicht weniger die Schmelzung be-schleunigen und viele Kohlen ersparen würde.

Die Erfahrung hat die Hüttenarbeiter in Bistayagelehrt, wie viel Erz sie in den Ofen bringen müssen,der nicht viel größer als die Schmiede eines Klein-schmidts ist. Sie hat sie auch die Natur und Eigen-schaften ihrer Grube gelehrt, und sie bearbeiten sie, wie

P 5 es