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habe verschiedLne Stücke zerbrochen, sowohl solche, dienoch an den Gängen hiengen, als solche, die schon ab.gelöset waren, und gefunden, daß ein jedeS-Korn dieFigur eines Sterns hatte, welches die durch die Feuch.tigkeit hervorgebrachte Auflösung, Ansehung und lang-same Krystallisirung erweiset.
Diese Blutsteinerze sind sehr schwer. Wenn mansie calcinirt, so steht man, daß sie zwey-bis dreymalMehr Eisen, als die Erze von Gomorroftro enkhal-ten: aber es ist ein sprödes Eisen, das sich nicht häm-mern läßt. Außer den Blutsteinen giebt es in diesemBergwerk verschiedene Gänge von mancherley Größe,von zwey Zoll bis zwey Fuß mächtig, welche inwendigmit einer eisenartigen Materie von einem bis drey Fin-ger dick angefüllet sind. Diese Lagen gleichen dem wah-ren Schmirgel, und von denselben fahren Cylinder ausvon geriefeltem Blutstein, wie eine Taubenfeder dick,zwey bis drey Zoll lang, und den Stacheln eines Igelsnicht unähnlich. Andere sehen wie Orgelpfeifen, Ro-ste u. s. w. auS; tausenderley Gestalten mehr. Mit ei-nem Wort, man findet unzählige Seltenheiten, diein der Mineraliensammlung eines NaturaliencabinetSeine Stelle verdienten.
Ich mache aus diesem allem den Schluß, daß dasEisen durch reines Wasser und durch seinen Dunst sicheben so gut als durch Salze auflösen laßt; daher wieNnS nicht wundern dürfen, in gewissen mineralischenWassern oft reines Eisen anzutreffen. Eisenerze sindin ihrer Gestalt so mannichfaltig, daß sie, eigent-lich zu reden, gar keine bestimmte haben; bald sind sieEr de, bald Stein, oder Korn. Naturkündiger, wel-che bloß auf das äußerliche Ansehen in Classificirung derMineralien achten, haben daher die Namen der Erzevermehrt, und nennen sie Erze in der Gestalt von Erb-