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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
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ten erzeugt; wer wird läugnen, daß hier eine Auflö-sung und Wiederzusammensetzung geschehen sey? Esist freylich nicht möglich, Zeugen von dieser Sache bey-zubringen , weil das menschliche Heben zu kurz, und dieNachricht, die wir von unsern Veröltem empfangenhaben, zu mangelhaft ist, wozu noch der langsame undunbegreifliche Fortgang der Natur kömmt, den keinemenschliche Beobachtung durchdringen kann. Wirtappen daher in Ansehung dieser Gebeine noch eben sosehr im Dunkeln, als unsere Kenntniß von Fossilienüberhaupt unvollkommen ist; denn wir müssen nocheine genauere Entdeckung von ihrem vormaligen natürli-chen Zustand, und von dem wahren Ursprung der Bergeund Erdlagen, darin» sie gefunden werden, haben, ehewir davon etwas Gewisseres sagen können *).

Sechs

') Alte und neue Weltwcise (sagt ein Schriftsteller unsererZeit) haben bisher die Berge überhaupt aus einem zueingeschränkten, oder von der Mineralogie und demBergbau völlig verschiedncn Gesichtspunkt angesehen.Ohne sich von dem Licht, daS ihnen die Vulkane gaben,oder von der ausgebreiteten Kenntniß leiten zu lassen, diesie in den tiefsten Erzgruben, oder auf den höchsten Ge-birgen, und von dem Unterricht ungclehrter Bergleutehatten erhalten können, hielten sie sich nur an ihre Bü-cher und an die äußerste Rinde der Erde, welche sieohne große Mühe in den angenehmsten Landern und inden flachsten Sandstein«, Kalkstein, und Schieferbrü-chen zn untersuchen Gelegenheit hatten. Wir dürfen unsdaher nicht wundern, daß die Orologie oder Kenntnißder Berge bey den Gelehrten noch so seicht ist, und dieBeschreibungen der hohen Berge in Pern, Tencriff,Schwer; und verschiedenen andern Theilen Europens,gemeiniglich nichts als Wetterbeobachtungen, Botanikund andere Nachrichten enthalten, dabey man in Anse-hung ihrer Natur, mineralogisch und orologiseb betrach-tet, eben so unwissend bleibt, als man gewesen ist. Dar-aus folgt denn offenbar, daß man von einer einzigen