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Sechs und zwanzigster Brief *).
Reise von Madrid nach Saragossa.
4^ch langte zu Guadalajara aufdemselbigen Wegean, den ich von Madrid nach Pampelona ge-nommen hatte. Wie ich aus Guadalajara gieng,kam ich in ein Thal von talkartigen Steinen, und längsdemselben steigt man immer bergan bis Torija. Die-ses Thal liegt zwischen zwey Reihen von Hügeln, dieaus Schichten von verschiedenen Materien bestehen, undgegen den Gipfel stach sind. Man sieht deutlich, daßdieses Thal durch das Wasser ausgegraben worden, denndie Steine und Erde sind hier weicher, als auf derEbne der Hügel; daher haben sie auch wenigem Wi-derstand geleistet.
Von Torija bis Grajanejos sind drey Meilen,mehrentheils auf einer talkartigen Ebne. Das Dorfliegt an einer großen Ravine, an deren Seiten vierQuellen sich vier Gange eröffnet haben, mit der gros-sen Ravine sich zu vereinigen, welche nicht durch eineEinsinkung der Erde entstanden ist, weil die lagen desBodens denen des Obertheiles nicht gleichen. Die un-tern lagen der einen Seite der Ravine sind völlig denender andern Seite ähnlich, und aus dieser Gleichheit
schließe
Art von Bergen zu rasch allgemeine Schlüsse gemacht hat,und die angeblichen Systeme von dem Ursprung derBergeüberhaupt großen Theils so romantisch und seicht sind. —E. R- E. Raspe Vorrede zu der englischen Uebcrsetzungvon Baron Jgnatius BornS Reisen durch den Temes«warer Bannat u. s. w. London 1777.
*) Dieser und die folgenden Briefe dieses Theils sind gänz-lich aus Bowleo und nicht im Dillon befindlich. U.