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schließe ich, daß das Wasser den Kanal ausgehöhlet,die Erde weggeführt, und die vier Quellen, welche denBach dieses Thals ausmachen, entdeckt hat. Ohnediese natürliche Aushöhlung würde es vergebens gewe-fen seyn, Wasser an diesem Ort zu suchen, weil dieQuellen sich über vierhundert Fuß niedriger als die obereEbne befinden.
Nach einem Wege von fünf Stunden langte ichvon Grajanejos zu Algora an. Dieses Dorf ist ander Seite einer Quelle guten Wassers erbauet, welchedie einzige in der ganzen Ebne ist; denn dieselbe ist einewahre Wüste, wo man nichts als Lavendel, Thymian,stachlichten Genst, Wacholder und Burzeldorn findet.Auf den letzten beyden Meilen findet man einige Eichen,davon die meisten hohl find.
In vier Stunden gelangte ich vonAlgora ngchAlcolea. Ein wenig vor diesem Ort verändert sich dieNatur des Landes, und der talkartige Stein hört auf.An seiner Stelle findet man rothen und weißen Sand,stein, bald in Adern, bald in Schichten, und oft inStücken. Dieser Sandstein erstreckt sich auf andert-halb Meilen. Hierauf sieht man aus der Erde Felsenvon hundert Fuß hoch hervorragen, und dann folgt eintalkartiger Stein bis Maranchon. Von diesem Ortgeht man durch Anchuela, wo der Boden bebauet ist,und gelangt in vier Stunden nach Torrn era, welchesin einem an Korn und Weiden fruchtbaren Thal liegt,in dessen Mitte man das Dorf Toncha findet. Die.ses ist nach meiner Meynung eines der am höchsten ge.legnen Platze in Spanien. Dieser Erhöhung un-geachtet habe ich daselbst fünf Arten versteinerte Mu-schein, denen zu Molina ähnlich, und verschiedenegroße spanische Cedern gefunden.
Von Torruera kam ich in sechs Stunden nachUsed. In den ersten beyden Stunden reiset« ich über
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