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andern fast durchsichtigen Krystallen, die ich am Uferdes Flusses -Hara bey Ban Fernando gesammlethatte, die Probe, aber sie gaben weder Sand nochSchaum.
Verschiedene andre Versuche, die ich mit demsel-bigen Erz machte, überzeugten mich, daß der Staub( cfliorelcencs) nicht der Schaum ist, der die Sand-körner vereinigt, sondern die stufenweise unvermerkteAuflösung des Sandes selbst: dergestalt, daß die Exi-stenz des Silbers in diesem Erze eine Wirkung einer in-nern Arbeit und der WiederzusammenseHung ist.
Ueberzeugt, daß dieses Erz weder Schwefel nochArsenik enthielt, nahm ich zwey Drachmen, zerpül-verte sie, und vermischte sie mit zwey Drachmen zerstoße,nem Glas und vier Drachmen schwarzökn Fluß *). Ichschüttete alles in einen Schmelztiegel, bedeckte es miteinem Finger hoch Salz, legte den Deckel darauf, ver-kittete den Rand, und ließ ihn eine Stunde in einemSchmelzofen stehen. Die Schlacken waren gut ver-glaset, und in ein schwärzliches Glas verwandelt; aberes kam weder ein Klumpen noch ein Korn Metall her-aus. Auch nahm ich zwey Drachmen dieses Erzes,zerpülvert, und verschlackte es mit vier Drachmen Bley,indem ich alles über die Kapelle gehen ließ. Es kamweder Klumpen noch Korn heraus. Ich wusch eineUnze des in Pulver verwandelten Erzes , und ließ sie
T ; durch
*) Insgemein ^ nennet man die salzigen Materien Flüsse,welche man mit solchen, die schwer zu schmelzen sind,vermischt, um die Schmelzung zu erleichter». Derschwarze Fluß wird auch Auflösender Fluß (llux relluLtis)genennet, weil er nicht nur metallische Erde schmelzet,sondern auch die Metalle wieder herstellet. Er bestehtaus zwey Theilen Weinstein und einem Theil EaKpeter.