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durch daö Sieb gehen. Es kamen sechs Drachmenheraus, die, mit dem schwarzen Fluß und gestoßnemGlase vermischt, und auf vorige Art verschlacket, dasscl-bige Resultat lieferten.
Ich calcinirte ein Stück Erz, vermischte zwey Acht-theile desselben mit dem schwarzen Fluß, und erhielt,nachdem es eine Stunde im Tiegel gewesen war, einenkleinen Silberklumpen, der mir zu erkennen gab, daßein Quinta! Erz, wenn es gewaschen worden, zweyund dreyßig Unzen enthielte. Ich brachte diesen klej.nen Klumpen auf die Kapelle, und erhielt von demQuinta! ein und dreyßig Unzen sein Silber. Ich cal-. cinirte hierauf eine Unze von dem Stein, wusch ihn,ließ zwey Drachmen mit Bley verschlacken, und dieseVermischung lieferte, wie sie auf die Kapelle gebrachtwar, dreyßig Unzen fein Silber vom Quintal. Ichwiederholte den Versuch mir vier Drachmen Sand, dievom Waschen übrig geblieben waren, um das Gewichtdes kleinen Klumpen Silbers zu vermehren, und zuerfahren, wie viel Gold jede Mark Silber enthielte. Zudem Ende ließ ich den kleinen Klumpen in einem Gefäßmit Scl)eidewasser sieden, und fand auf die Mark Sil.der sechs Gran Gold *).
Aus allen diesen Versuchen erhellet, daß dieses Erzcalcinirt werden muß, um das Silber herauszuziehen.Das wundert mich nur, daß es ohne Vermischung mitBley so viel Silber in sich hat. Um mich noch besserdavon zu überzeugen, gab ich einem geschickten Schei-dekünstler ein Stück von diesem Erze, und sagte ihmnichts weiter, als daß ich gern wissen möchte, wie vielGold Und Bley es enthielte, und daß ich in meinen Ver-
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*) C.n Gran iß der zwey und siebzigste Theil eines Drach-men-