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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
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304
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schlössen finden, und in denen man nichts als reinenSand wahrnimmt. Das Entstehen dieser Knoten kannich nicht erklären. Die Idee von der Anziehung derMaterie ist für diejenigen, welche mit dem metaphysi-schen System der Anziehung nicht bekannt sind, zu ab-stract. Einige geben vor, daß in diesen Knoten einHarz ist, das den Sand darinn befestigt; aber dieseUrsache erklärt nicht, woher das Harz in einigen Stü-cken des Steins, und nicht in den andern, kömmt: wennman überdem den Sand dieser Knoten im Wasser ko-chen läßt, so schäumt er bisweilen, und giebt einen Bo-densah; bisweilen thut er beydes nicht; und aus die-sen Beobachtungen ist zu schließen, daß er weder Erdenoch Harz enthält. Ich für meine Person glaube, daßein jedes Sandkorn sich bey seiner ersten Bildung mitein wenig Erde krystallisier, weil ich bemerkt habe, daßdie sandigen Lagen verschiedener Berge in Spanien,und besonders der Gebirge von Alcoraz und Molinad'Aragon, sich in eine wahre thonartige Erde auflö-sen, ohne daß die geringste Spur Sand darinn bleibt.Wie dem aber auch seyn mag, so ist das gewiß, daßder Sandstein in Schichten sehr nützlich ist, weil mansich desselben zum Bauen, zum Pflastern, und an denOrten, wo weder Ziegel noch Schiefer sind, zur Be-deckung der Häuser armersteute bedienen kann. Außer-dem dient er allenthalben, Schleifsteine daraus zu ver-fertigen , welche gemeiniglich schlecht sind, weil mannicht zu wählen weiß. Man nimmt Steine, die Kno-ten haben, und da diese härter als der übrige Steinfind, so machen sie Striemen in das Eisen, und nutzensich ungleich ab.

Der salzige Sandstein ist eine dritte Art von Stei-nen, die Aufmerksamkeit verdient. Ich glaube, daßer Spanien allein eigen ist: Wenigstens weiß ich

nicht,