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Kalk überhaupt reden. Das lateinische Work cZlx,und das damit übereinstimmende deutsche Wort, hateine zu allgemeine Bedeutung; denn es ist ein großerUnterschied unter kalkartigem Stein, oder kalkam'gteErde, und Kalkstein, obgleich beydes sich, in Säu-ren gekocht, auslöset. Letzterer ist mit vieler Erde ver-mischt, die es verhindert, daß das Feuer ihn nicht völ-lig in guten Kalk verwandeln kann. Diese Wahrheit!haben die Maurer von Gegovien entdeckt, ohneScheidekünstler zu seyn. Ich habe gesehen, daß dieseMäurer einen Stein von dein andern sehr gut zu unter-scheiden wußten, und den Stein, den ich hier Kalk-stein nenne, nie in den Ösen warfen, wohl aber den an-dern, der sich in reinen Kalk verwandelte. Der Stein,der in Segovien zum Bau der Stiftskirche gebraucheworden, ist ein Kalkstein: aber dieser ist mit einerfremden Erde so sehr vermischt, daß weder Säure nochFeuer sie davon trennen kann. Uebrigens ist es zuinBauen ein sehr guter Stein, und hält sich lange. Die-str Stein ist röthlichweiß, und wird mit der Zeit hell-gelb. Ich halte dafür, daß dieser Stein von dem Meererzertgk worden; denn man findet noch in den BrüchenNester von Pholaden *), welches, wie jedermann weiß,Insecten, oder, besser zu reden, Seewürmer sind. Son-derbar ist es mir vorgekommen, da ich eine Menge die-ser Pholadennefter in verschiedenen Felsen in Spaniengefunden habe, daß sie immer in Kalksteinen gewesen
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*) Pholaden haben ihren Namen -von dem griechischenPholis, eine Schnecke. Csjsind vielklappige Cchaalcn-khiere, eines Fingers lang, welche, sobald sie lebendigwerden, sich ein Loch in dem Stein machen, und es, sowie sie wachsen, vergrößern. In Italien werden sieDaktylen genannt. Die Liebhaber derSchaaltnfischr fin-den sie sehr schmackhaft. Reanmur beschreibt sie in denNachrichten der Akademie der Wissenschaften von 1712,