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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
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316
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sie übe,zeugt zu seyn glauben, daß die Steine und an»dere Körper in der Welt immer das sind und seyn wer-den, was sie von ihrem Ursprung an waren. Nachdiesen Grundsätzen werden diese Personen dem, wasich von der Verankerung der Materien zu Sc. I'lde-fcmse, zu Alcarez und anderswo sage, wenig Glau.hen beymcssen; denn wenn sie einen Sandstein, mitetwas Thon vermischt, sehen, so glauben sie leicht, daßdiese beyden Materien immer in demselbigen Zustandgewesen sind. Unwidcrsprechliche Erfahrungen werdenes inzwischen denen, die sich ihren Irrthum benehmenlasten wollen, beweisen, daß in den Felsen von Mo-lina d'Aragon der in Säuren austösliche Marmorsich in glasachtigen Sand verwandelt; daß der Gypssich in talkartige Erde, und den Sandstein in wahrenwiderstehenden Thon verkehrt. Auflösung nenne ich dieZerstörung der ersten; Wiederzusammensctzung die Bit-düng der zweyten Materie.

Wegen der kurzen Dauer des Lebens habe ich we-der beobachten noch entscheiden können, ob aller Sandund Stein, die zu der Zusammensetzung eines nichttalkartigen Berges kommen (von kalkartigen Bergen,deren Ursprung mir unbekannt ist, rede ich nicht), sichmit der Zeit in Thon auflösen. Nur weiß ich, daß esin Spanien drey Arten Thon giebt, nämlich aus demStein-, Pflanzen- und Thierreich. Die erste Art,die mit dem Sande allemal wesentlich vermischt ist, ver-ändert sich nur in der Anzahl und Beschaffenheit derSandkörner. Die zweyte Art ist aus Sandtheilchenvermischt, welche Regen und Wind dahin getrieben ha-ben. Die dritte Art enthält nur zufälliger Weise Sand;daher ist jeder Thon nicht gleich dienlich zum Tuchwal-ken, weil einer mehr Sand als der andre hat, und dieSandkörner mehr dder weniger fein sind. Der Thonvon Segovieii ist eben nicht so dienlich zum Tuchwal-