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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
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324
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Z24 L-H'.,

Ein und dreyßigffer Brief.

Von den Gehölzen, Bäumen und Schwämmenin Biscaya.

Aast der ganze Bezirk von Guypuscoa und derO größte Theil der Provinz Alava ist für Baumesehr tauglich. Ich zweifle auch nicht daran, daß dieseGegenden ehemals mit undurchdringlichen Gehölzen be-deckt gewesen sind. Aber die durch die Vermehrungder Schmelzhütten vergrößerte Consumtion der Kohlenmacht, daß das natürliche Holz anfangt rar zu wer-den, und wenn Arbeit und Betriebsamkeit diesen Man-gel nicht ersetzt hatten, so würde man den größten Theilder Schmelzhütten, welche in diesem Lande die mischn-lichsten Einkünfte der Majorate ausmachen, haben auf-geben müßen. Die Einwohner verstehen sich hier aufdas Baumpflanzen bester als irgendwo in Spanien.Ein Vorzug, den sie der Uebung und Erfahrung zu ver-danken haben.

Nach den Beobachtungen, die ich hier gemachthabe, kann man das Holz in drey Klassen eintheilen.In der ersten stellet man das natürliche oder von selbstwachsende Holz; und davon ist die Quantität geringe.Dahin gehören die wilden Bäume, als Eichen und diegroßen Erdbeerbäume, welche die Biscayer Borto nen-nen. In die zweyte Klasse kommen die offnen Bäume,als die Alleen von Kastanien und weißen Eichen (rou-vrc; blancr), die an offenen Orten stehen. Und zuder dritten Klasse gehören die Baumschulen, oder daseingezäunte kurzstämmige Holz, wovon die Stämme ge-kappt sind.

Von dem hohen Holz ist nichts zu sagen, denn das-selbe wächst wie in andern Ländern, nur schneller in dieHöhe. Unter den Baumschulen giebt es natürliche;

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