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'man Baume zu Bauholz haben wollte, weil die Wunde,die ihnen durch das Köpfen verseht wird, allemal einKeim zur Fäulung ist: wenn man also gutes Bauholzhaben will, so muß man die Bäume kleiner verpflanzen,sie nicht köpfen, und es verhüten, daß sie nicht von denThieren benagt werden.
Im Frühling des zweyten Jahrs wird die Erdeum die Pflanzen mit der Hacke bearbeitet, und damitzwanzig Jahre lang alle vier Jahre fortgefahren. Nocheine zu beobachtende Vorsicht ist, die jungen Baumemit Dornen zu umgeben, damit sich die Thiere nichtdaran reiben.
Wenn es wahr ist, daß Baumschulen von Eichen-und Kastanien die besten sind, so ist es nicht wenigerwahr, daß Holzungen, wo beyde Arten Wechselsweisegepflanzt sind, weit besser fortkommen. Man hat so-gar gefunden, daß ein Kastanienbaum an einem Ort,wo eine Eiche ausgerisscn worden, besser anschlägt, undso auch mit einer Eiche, wo eine Kastanie gestanden.Wenn der Kastanienbaum am Fuß einen halben Fußim Durchschnitt hat, so pfropft man sie am Wipfel,außer die hohen und geraden Bäume, die man zuBauholz aufhebt. Nach zwanzig Jahren werden siebeschnitten, und von zwanzig zu zwanzig Jahren da-mit fortgefahren. Ohne diese Vorsicht und nach einemlänger» Zeitpunct würden die Zweige sich vermindern,anstatt zu wachsen. Die Eichen werde» zum ersten-mal in eben dem Alter beschnitten, ihnen werden alleZweige, außer dem Hauptstamm, beschnitten. Allezehn Jahre nimmt man dieselbige Operation vor, so-dass wenn in einem Gehölz Eichen und Kastanien sind,die Eichen alle zehn Jahre, und das ganze Gehölz allezwanzig Jahre beschnitten wird. Wenn man diese Zeitvergehen läßt/ so vermindert sich der jährliche Zuwachs,und das Holz bleibt nicht inehr von der Güte, beson-ders von den Eichen. Wenn dieser Baum alt ist, fo>
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