obersten Theil eine dünne Lage von Haarröhrchen. Beyder zweyten Art ist diese Lage von Röhrchen an dem un-terstcn Theil; und bey der dritten ist sie gar nicht. Ichhabe Arten dieser Schwämme von verschiedenen Gestal-ten gesehen, wie Blumenkohl, wie Gehirn, wie Hirsch»Hörner u. s. w. und ich glaube, daß der purgirendeSchwamm der Apotheker von dieser Art ist.
Das dritte Geschlecht der Schwämme bestehtganz aus festen und biegsamen Fasern, wie Schweins-bürsten, von zwey Zoll lang. Ihrer Figur und Farbenach sind sie den Bürsten ähnlich, mit denen sich dieEngländer reiben lassen, die Ausdünstung zu befördern.
Das vierte Geschlecht der Schwämme ist vongallertartiger Substanz. Dieser Schwamm ist rothund durchsichtig, und zittert wie ein schöner Himbeer-gallert, so lange er noch nicht so groß als die flacheHand ist. Es ist in zwey feine Häute eingehüllet,davon die oberste fleischfarbige, und die unterste weißist. Diese gallertartige Materie bildet gerade Fasern inhem Theil, der an dem Baum hängt. Diese Fasernbreiten sich hernach wie ein Fächer aus, bis sie sich beydem Umfang, der kreisförmig ist, nähern, zusammen-fügen und sen krecht werden.
Das fünfte Geschlecht der schwämme bestehtauö einem sehr feinen, faserichten, auf tausenderley Ar-ten, wie eint schöne Spiße, durch einander geflochtenenGewebe.
Dieß sind die fünf Geschlechter der Schwämme,welche ich in Bifcaya gesehen habe, von denen das er-ste beständig dauert, die andern sich jährlich erneuern.
Da die nördlichen Gegenden Spaniens feuchtsind, so wächst an den Wänden und an den alten Bäu-men vieles Moos. Aus demselben wird, wenn es ver-faulet, eine fruchtbare Erde, in welcher viele Kräuterwachsen. Der Wind, die Vogel und die kleinen Ey-dechsen bringen den Sachen dieser Kräuter dahin, in-