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der vorigen Pracht zeigen, außer den Statuen, In-schriften, Münzen, und andern Alterthümern, die sohäufig auS den Ruinen gegraben werden *). Der Kai-ser August machte sie nach dem kantabrischen Kriegezu einer römischen Colonie, erklärte sie zur Hauptstadtvon Lusicarnen, und nannte sie Augusta Emerira.Aber gegenwärtig sind Ackerbau und Cultur so schlechtals möglich: auch das Ufer des Flusses hat in dieserGegend das Grün und den angenehmen Schatten nicht,der noch zu prudenrius Zeilen so berühmt war, daßer von diesem Orte schreibt:
k^unc locu; emcrira est rumuliLlsra colonia Verroniae<Zusm memorabilis amni; ^nas?r 3 ecerir, er viricjgnre rssisx6urgire msenis pulcra glluic.
Die große Trägheit und Nachlässigkeit unserer Landes»lcute in Ansehung der Alterthümer, schreibt Don Anro»»io Ponz, giebt gemeiniglich den Fremden, die nachtNcriva kommen, Anlaß, von unserm Mangel an Ge-schmack und weniger Neugier verächtlich zu reden- AISDon Ivan Williamson 1752 diese Stadt besuchte, sagteer dreist, wenn der König so wollte aufgraben lassen, alsDon Rarlou zu Neapoli» gethan hätte, so würde ergewissermaßen ein zweytes Herculaneum finden. Visgeäe Lfpssna lomb bl^iris 1778. Der diese Erklärungvon sich gab, war Dr- Lvilstamson, Kapellan der brit-tische» Factorey zu Lissabon, den Ponz irrig den britli-scheu Gesandten an diesem Hof nennet. Unser Gesand-ter war damals Herr Laster», der 1756 zu Lissabonstarb, wo ich eben damals war, und die Stadt noch inden Ruinen sah, die das Erdbeben vom tsten November1755 verursacht hatte.
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