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Etwas gar besonderes bemerkte man an den Heu-schrecken , welche die mittäglichen Provinzen Spa-niens vier Jahre nach einander verwüstet haben; eineSache, die jedermann weiß, daß man nämlich, dasie keine Pflanze unberührt ließen, dennoch kein Bey»spiel hat, daß sie die Blätter, Früchte oder Blume derLiebesäpfel ( l.ycopcriicon lolsnum l.inn.) berührt ha-ben. Diese Pflanze war die einzige, welche dieses ge-fräßige Insect in Ehren hielt. Ich überlasse es denNaturkündigern, den Grund einer so besondem Aus-nahme zu untersuchen. Ich, für meine Person, weißihn nicht; und mein Verstand steht um so mehr jiilldabey, da ich bey Almaden eine Legion Heuschreckengesehen habe, die sogar die leinenen Hemden und wol-lenen Decken fraßen, welche die armen Leute des Dorfsauf das Gras zu trocknen gelegt hatten. Der Pfarrerdes Dorfs, ein wahrheitliebender rechtschaffner Mann,der mich in seinem Hause aufnahm, versicherte mich,daß ein Haufen dieser Legion in die Kirche eingedrun-gen sey, und das seidene Gewand der Bilder zerfressen,ja sogar den Firniß von den Altären abgenagt hatte.Um mir von einer so seltsamen Sache einen Begriff zumachen, untersuchte ich den Magen der Heuschrecke *),und fand nichts weiter, als eine sehr zarte und weicheHaut, welche nebst dem darinn enthaltenen Saft alleMaterien, Leinwand, Wplle, hitzige und giftige Pflan-zen auflöset, und daraus eine heilsame Nahrung zieht.
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*) Cwammerdam versichert, daß dir Heuschrecke zu denwiederkäuenden Thieren gehöre, und er glaubt einendreyfachen Magen, wiebey diesen, an ihnen entdeckt zuhaben; aber er könnte sich wohl geirret, und eine Sa-che für eine andre angesehen haben, oder noch wahr-scheinlicher ist es, daß er Heuschrecken, die von den spa-nischen ganz verschieden waren, untersucht hat.