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Morgen gegen Abend erstreckt, und die Sierra vonGuadalupe genennet wird. Wenn man aus demDorf geht, trifft man eine Ader eines phofphoristhenSteins an, der.queer über die Landstraße von Nordennach Süden geht. Dieser Stein ist weißlicht und hatkeinen Geschmack. Wenn er ein wenig geschabt undauf Kohlen geschüttet wird, so giebt er eine blaueFlamme ohne Geruch von sich *). Es ist das Phlogi-ston der Kohle, die diese Flamme hervorbringt *«).Der Berg, der dem Dorf gegen Norden liegt, hat eineSilbermine in einem weißlichten Stein mit weißemGlimmer, und in dem von Guadalupe, der gegenMittag liegt, findet man eine andere Kupfermine ineinem schieferartigen blau und grün jaspirten Stein.Auf dem halben Wege von Logrosirn und Nabal-Villar passirt man eine große unbebaute Ebne, auf wel-cher einige Scharlacheichen stehen. Der Sandstein en-digt sich wahrscheinlich, ehe man nach Logrosan-kömmt, denn die Häuser sind daselbst von Granit an-der Sierra von Guadalupe gebauet. ^
Nachdem wir den phosphorischen Spath untersuchthatten, kehrten wir nach Vrellana zurück, wo wirfast trocknes Fußes über die Guadiana giengen, eineDleygrube zu besehen, welche zwey Meilen davon ge-gen Mittag auf dem Wege nach Zalamea ***) ange-
trof.
') Es ist der wahre phosphorifche Spath. B.
") Dieser Meynung des Herrn Bewies kann ich nichtbeypflichten; denn es ist bekannt, daß der phosphorifcheStein, wenn er heiß wird, eine blaue Flamme von sichgiebt, ohne daß er zu einer Substanz kömmt, von derman vermuthet, daß sie phlogistisches Feuer enthält.
***) Zalamea liegt sechs Meilen von Aracena in derMitte der Sierra Morena. Die Landleute haben eineSage, daß Salomon Leute hieher gesandt hätte, die
Til.