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da sie solche gänzlich verließen, nachdem sie lehr in dieTeufe gearbeitet, und zehn Stollen gemacht hatten, ob-,gleich vermuthet wird, daß sie mit der Arbeit nur auS^politischen Ursachen fortfuhren, andre Projecte zu ver-zechen , indem sie ansehnliche Anleihen zu Fortsetzungihrer Arbeit begehrten, und bey Verkostung derselben.Gerüchte ausbreiteten, daß sie verschiedene reiche Gänge.Silbererz enthielte. Man konnte dieses nicht widerlegMn; denn es währte keinen Monat, so war die Minsauf dreyßig Fuß voll Wasser. Doch hat sich dieses Ge-^rächt von einem zum andern bis auf unsre Zeiten fort-gepflanzt.
Im Jahr 169s» erhielt ein Jude, Raphael Go-tt, ez , von Rarl dem Zweyten einen Freybrief zndieser Mine, und errichtete eine Gesellschaft mit eini-gen portugiesischen Kaufleuten von seinem Volke. SieMächten einen Versuch, aus pozo rico das Wasserauszufärben,, aber aus Mangel eines zureichenden Ca»'pirals, Maschinen und verständiger Arbeicsleute, konn-ten sie nicht weiter bis die dritte Stolle austrocknen, undda ihnen ihre nachherigen Unternehmungen fehlschlugen,ss beschuldigte man sie der Falschheit und des Betrugs. -Gomez wurde in Verhaft genommen, und gefangennach Sevilien geführet, wo er, job er gleich sein Fa-ctum und Vertheidigung drucken ließ, eine lange undschwere Gefangenschaft ausstehen mußte, und vor Ent-scheidung der Sache starb.
Der schlechte Zustand der Finanzen König Rarlogab den Ministern den Gedanken ein, die Werke fort-zusetzen. Aus dem Grunde, und dieser Unternehmungeinen desto bessern Schein zu geben, mußte GomezVergehen desto scheinbarer gemacht werden; der Fi-nanzrath, Don Alonso Earillo Runds, wurde zumOberaufseher der Bergwerke ernennet, und ihm aufge-